Silicon Valley – Serie Für Web/Tech-Begeisterte

Vor wenigen Tagen lief auf Sky die letzte Folge der ersten Staffel der Serie »Silicon Valley«. Die Comdey-Serie zeigt auf witziger Art die Sicht eines neuen StartUps im Hauptstandort der IT-, High Tech- und Startup-Industrie in den USA. Im südlichen Teil der San Franciscos Bay Area sitzen die Hochburgen der Software und Webbranche u.a. Apple, Facebook, Yahoo, Microsoft oder Netflix um nur einen kleinen Bruchteil der Unternehmen zu nennen.

Mit den Kinofilmen „The Social Network“ und „Prakti.com“ gibt es sogar schon zwei Komödien, die die rasante Technik-Welt von Silicon Valley mehr oder weniger veralbern. Nun stellt sich einem natürlich die Frage, ob das Thema denn überhaupt für eine ganze Serie reicht? Oder handelt es sich nur um einen Big Bang Theory – Abklatsch mit Tech-Nerds anstatt Wissenschaftlern?


In der Serie geht es um den jungen Entwickler »Richard Hendriks«, der mit seinen Mitbewohnern ein StartUp-Unternehmen gründet. Er hat einen Algorithmus entwickelt, der es ermöglicht sämtliche Dateien ohne Qualitätsverlust zu schrumpfen. Schnell stehen die Größen der Branche mit Millionen Angeboten und Firmenbeteiligungen Schlange. In Folge dessen wird über die erste Staffel hinweg gezeigt, wie Richard sein eigenes Unternehmen aufbaut (Pied Piper) und dabei zusammen mit seinen schrägen Mitgründern allerlei Hindernisse umgehen muss.

Die Serie »Silicon Valley« ist mehr als eine Sitcom, die mit den gängigen Nerd-Klischees spielt. Klar gibt es den einen oder anderen Punkt, wie z.B., dass Frauen kaum wahrgenommen werden, soziale Interaktionen oft holprig und verkrampft ablaufen, die Nerds immer in 5er Gruppen unterwegs sind (einer davon ist immer Asiate) und die Nerds optisch mager und bleich wirken. Doch ohne diese Punkte, die man als Zuschauer auch erwartet, würde die Serie nicht funktionieren.


Viel Lob gab es für den Darsteller Christopher Evan Welch, der überragend den Tech-Giganten und Milliardär Peter Gregory spielte. Das reale Vorbild der Rolle war Peter Thiel, Mitgründer von Paypal und Facebook-Investor. Den Start der Serie erlebte Welch aber leider nicht mehr. Er starb im Dezember 2013 an Krebs.

Die Gesamtkonstellation der Serie stimmt und das Konzept funktioniert. In Silicon Valley wird einem auch der aktuelle amerikanische Traum näher gebracht – Schnell und viel Geld, durch die Gründung eines StartUps auf Basis einer (innovativen) Idee, verdienen. Für mich persönlich ist die Serie auch deshalb interessant, weil ich in der Internetbranche arbeite. Es kommt hin und wieder auch zur einen oder anderen Anspielung, die man als „normaler“ Zuschauer, der die Branche nicht kennt, eventuell gar nicht versteht oder überhaupt nicht bemerkt.

Alles in allem kann ich jedem die erste Staffel Silicon Valley nur ans Herz legen. Produziert wird die Serie von HBO (Game of Thrones) und in den USA läuft auch schon die zweite Staffel. Ob und wie die Macher auf den Verlust von Welch reagiert haben bleibt abzuwarten. Ein Termin für den Start der zweiten Staffel in Deutschland steht noch nicht fest

Trailer Staffel 1

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Trailer Staffel 2

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